Donnerstag, 17. Januar 2013 07:37

Bundesanleihen steigen wiederFür frisches Geld muss Deutschland wieder etwas höhere Zinsen berappen. Bei der jüngsten Auktion – die am 16. Januar 2013 stattfand – nahm der Bund knapp vier Milliarden Euro frisches Kapital ein. Für die neue Bundesanleihe – mit einer Laufzeit von zehn Jahren – musste Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble allerdings wieder etwas tiefer in die Tasche der Staatskasse greifen, denn der Kapitalmarkt forderte mehr Zinsen. Wie es am Mittwoch von der zuständigen Schuldenverwaltung der Finanzagentur zu erfahren war, lag das Niveau der Zinsen – mit durchschnittlich 1,56 Prozent – höher als bei der vorangegangenen Auktion, die am 21. November 2012 stattfand und deren Durchschnittszins bei 1,4 Prozent lag.


Bundesfinanzminister muss mehr Zinsen zahlen

Experten erwarten, dass sich diese Tendenz auch bei den kommenden Auktionen fortsetzen wird. Leihen will sich das Bundesfinanzministerium in 2013 zwar fünf Milliarden Euro weniger als im vergangenen Jahr. Doch es sind immerhin 250 Milliarden Euro, die am freien Kapitalmarkt aufgenommen werden und das für weiter steigende Zinsen. Geplant ist, dass rund 54 Milliarden Euro davon – mehr als 20 Prozent der Gesamtsumme – wieder als Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren auf den Kapitalmarkt platziert werden. Erreichen will Bundesfinanzminister Schäuble mit diesen 250 Milliarden Euro zwei Ziele: Zum einen alte Schulden ablösen und zum anderen das Haushaltsdefizit im neuen Etat mindern.


Die Bundesanleihen werden wieder attraktiver

Die Sache mit den höheren Zinsen hat allerdings zwei Seiten. Dass der Bund mehr für frisches Kapital hinblättern muss, ist sicher nicht so schön. Auf der anderen Seite aber kann Deutschland davon profitieren, da potenzielle Investoren wegen der Schuldenkrise die deutschen Papiere den Papieren anderer Staaten bevorzugen, weil diese als sicherere Anlagen gelten. Da die aktuelle Auktion stärker als die im November überzeichnet war, ist schon der Beweis, dass die höhere Rendite eine höhere Nachfrage nach sich gezogen hat. Zumal die Bundesanleihen seit eh und je zu den sichersten Wertpapieren gehören, machen sie die höheren Zinsen, die der Bund nun zahlen muss, für auf Sicherheit bedachte Anleger noch attraktiver.


Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler zufolge sind die höheren Zinsen für Bundesanleihen auf die „Fortschritte in den Euro-Krisenländern“ zurückzuführen. Es sei dabei als eine „positive Nachricht“ zu betrachten, dass „die Zinsen aufgrund der zunehmenden Wirtschaftskraft in den europäischen Staaten ansteigen".


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