Dienstag, 24. Juli 2012 12:47

EZB Leitzins BankNachdem die Europäische Zentralbank im vergangenen Jahr im zweiten Halbjahr bereits zweimal den Leitzinssatz von zuvor 1,50 auf 1,0 Prozent gesenkt hatte, waren nicht wenige Experten davon ausgegangen, dass mit keiner weiteren Senkung der Leitzinsen zu rechnen ist.

Aufgrund der nach wie vor schwachen Konjunktur blieb der Europäischen Zentralbank jedoch kaum eine andere Möglichkeit, als die Leitzinsen nochmal zu senken, was dann Anfang Juli auch durchgeführt wurde. Aktuell ist der Leitzinssatz nur noch bei 0,75 Prozent angesiedelt, was ein historischer Tiefstand ist.

Was sind die Hintergründe der erneuten Leitzinssenkung?

Der wesentliche Grund für die Senkung des Leitzinssatzes, die von der EZB Anfang Juli vorgenommen wurde, ist vor allem die nach wie vor bestehende Schuldenkrise, von der immer mehr EU-Staaten betroffen sind. Durch diese Schuldenkrise entwickelt sich auch die Wirtschaft nicht wie erhofft, manche Experten befürchten sogar, dass es 2013 zu einer Rezession kommen könnte. Immer dann, wenn die Wirtschaft nicht gut läuft, greift die EZB in der Regel durch die Senkung des Leitzinssatzes ein. Dadurch soll nämlich erreicht werden, dass mehr investiert wird, weil die Banken sich zu noch günstigeren Konditionen als bisher Geld leihen können. Man wünscht sich also aus Sicht der EZB, dass die Banken sich zu einem Zinssatz von 0,75 Prozent verstärkt Geld leihen, im zweiten Schritt ihre eigenen Kreditzinsen senken, was dann zur Folge haben soll, dass mehr Unternehmen und Verbraucher einen Kredit aufnehmen, um zu investieren oder/und zu konsumieren. Diese verstärkten Investitionen bzw. der verstärkte Konsum würde dann die Wirtschaft ankurbeln. Zumindest sieht so die Theorie aus.


Was bedeutet die Zinssenkung für Tagesgeld- und Festgeldeinlagen?

Während sich Kreditsuchende und Kreditnehmer stets über eine Leitzinssenkung freuen, sieht das bei Anlegern ganz anders aus. Denn in den meisten Fällen zieht eine Senkung der Leitzinsen nicht nur günstigere Kreditzinsen, sondern auch niedrige Anlagezinsen nach sich. Das wirkt sich dann insbesondere auf die Tagesgeldzinsen und die Festgeldzinsen negativ aus. Dieser „Mechanismus“ ist derzeit schon seit einigen Wochen zu beobachten. Denn vor allem, seit die EZB den Leitzinssatz reduziert hat, haben bereits einige Banken ihre Tagesgeld- und/oder Festgeldzinsen ebenfalls gesenkt. Und Experten gehen davon aus, dass sich dieser Trend auch in der näheren Zukunft weiter fortsetzen wird.




Top 5 Tagesgeldkonten

Consorsbank 1,00 %
Alpha Bank Romania 0,77 %
Banca Progetto 0,70 %
Oney Bank 0,62 %
Nordax Bank 0,60 %
Anlagesumme 10.000 €